Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache: Immer mehr Online-Händler entscheiden sich mit ihrer E-Commerce-Website für eine grenzüberschreitende Strategie, um ihren Umsatz und ihre Präsenz im Ausland zu steigern.

Internationales Potenzial für jede E-Commerce-Website

Forrester schätzt, dass der grenzüberschreitende E-Commerce, der im Jahr 2015 bei 276 Milliarden Dollar lag, bis 2021 über 424 Milliarden Dollar Umsatz erreichen wird.

Die Erhöhung der Zahlungssicherheit, die Standardisierung der Vorschriften und die Vereinfachung der grenzüberschreitenden Logistik sind weitere Gründe, die die Verbraucher zu grenzüberschreitenden Einkäufen veranlassen. Es ist daher entscheidend zu wissen, wie man eine solide internationale Strategie entwickelt, um neue Märkte zu erobern.

1. Analyse der eigenen internen Ressourcen

Bevor ein Unternehmen neue Märkte in Angriff nimmt, muss es sich vergewissern, dass es den Herausforderungen internationaler Märkte gewachsen ist. Hier einige Fragen, die Sie sich stellen müssen:

  • Ist mein Unternehmen auf dem heimischen Markt ausreichend stabil aufgestellt?
  • Welches Organisations- und Betriebsmodell sollte ich implementieren? Habe ich die notwendigen Qualifikationen im Hause?
  • Ist meine IT-Infrastruktur leicht lokalisierbar?
  • Welche Ressourcen kann ich in meine internationale Expansion investieren?
  • Wie viele Mitarbeiter können die Lokalisierung des Contents verwalten, vor allem auf lange Sicht? Verfügen sie über gründliche Kenntnisse der Zielmärkte?

Die Analyse des Bedarfs und der verfügbaren Ressourcen ermöglicht die Entwicklung einer realistischen internationalen Strategie. Dadurch vermeiden Sie, in zu viele Märkte gleichzeitig einzusteigen: Es ist besser, sich auf wenige Länder zu konzentrieren, als sich ergebnislos zu verzetteln.

2. Die eigenen Ziele und Zielmärkte definieren

Danach kommt es darauf an, diejenigen Zielmärkte festzulegen, für die das eigene Unternehmen am besten geeignet ist. Einige Tipps, die man beherzigen sollte:

  • Kundenanalyse: Analysieren Sie Ihre Kundenbasis, um festzustellen, welche Märkte unter ihnen am stärksten vertreten sind. Es wird leichter sein, in einem Markt zu wachsen, auf dem man bereits bekannt ist.
  • Die Auswahl der Zielmärkte: Fassen Sie nicht unbedingt den beliebtesten Zielmarkt ins Auge, denn das muss nicht derjenige mit dem größten Potenzial sein. Es kommt darauf an, die Kriterien, aufgrund derer man die Relevanz eines Marktes einschätzt, genau zu definieren: Bevölkerung, BIP, Verbreitung der Internetnutzung, Vorschriften etc.
  • Wettbewerb: Wer sind die lokalen Konkurrenten? Wie viele sind es, und wie ist ihre Marktposition?

Sind die Zielmärkte einmal identifiziert, so kann die Arbeit an der Lokalisierung beginnen.

 

3. Stellen Sie ein Lokalisierungsteam zusammen

Die Vorbereitung der eigenen E-Commerce-Website auf neue Märkte erfordert mehr als die einfache Übersetzung des vorhandenen Contents. Es bedeutet vielmehr, alle Produktinformationen, aber auch Bilder, Multimedia-Inhalte, Maßeinheiten, Währungen, Marketing-Materialien usw. in mehreren Sprachen anzubieten und fortlaufend zu aktualisieren. Aus diesem Grunde ist es wichtig, ein Team zusammenzustellen, das mit der Lokalisierungsarbeit betraut wird. Zu diesem Team gehören insbesondere:

  • Ein Projektmanager im eigenen Hause, der die Lokalisierungsanweisungen erteilt und die Content-Übersetzungen in Auftrag gibt.
  • Ein externer Projektmanager kann die Auswahl geeigneter Übersetzer übernehmen und dafür sorgen, dass die Fristen eingehalten werden.

Die Auswahl der Übersetzer ist ein Schritt, den man nicht vernachlässigen darf, um überzeugende Übersetzungen und eine gute Konversionsrate zu gewährleisten. Man sollte professionelle Übersetzer auswählen, die sich in der jeweiligen Branche (Mode, Kosmetik, Lederwaren etc.) auskennen, um Interesse bei potenziellen Kunden zu wecken.

Eine gute Organisation und eine ausgewogene Verteilung der Aufgaben sind entscheidend, wenn die Lokalisierung der E-Commerce-Website richtig durchgeführt werden soll.

 

4. Denken Sie an technische Übersetzungshilfen

Wenn es darum geht, Produktinformationen in mehrere Sprachen zu übersetzen, stehen sich zwei Möglichkeiten einander gegenüber:

  • Die traditionelle menschliche Übersetzung: Ein Übersetzer wird qualitativ hochwertige Inhalte bieten, sie dem Zielpublikum anpassen und dabei gegebenenfalls von einer wörtlichen Übersetzung abweichen. Dies ist jedoch eine relativ teure, schwierig zu industrialisierende Option, die zudem nur schwer in moderne Lokalisierungslösungen integrierbar ist.
  • Automatische Übersetzung: schnell, billig und industrialisierbar; allerdings ist es bei diesem Verfahren nicht möglich, den Stil einer Marke oder nuancierte Botschaften zu vermitteln. Automatische Übersetzung kann das Wissen und die Kenntnisse eines Menschen nicht ersetzen.

Die Kombination von Fachübersetzern mit Übersetzungs-Hilfstools ist und bleibt die beste Option zur effektiven Übersetzung von Produktinformationen. Eine Translation-Memory ist zum Beispiel eine solche Technologie: Durch Rückgriff auf frühere Übersetzungen bietet sie dem Übersetzer bereits übersetzte Segmente an. Da die meisten E-Commerce-Websites Kataloge mit vielen Wiederholungen beinhalten, gewährleistet diese Technologie die Homogenität der Übersetzungen und ermöglicht Einsparungen bis zu 60 %.

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Übersetzung und Website-Lokalisierung: Best Practices

Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache: Immer mehr Online-Händler entscheiden sich mit ihrer E-Commerce-Website für eine grenzüberschreitende Strategie, um ihren Umsatz und ihre Präsenz im Ausland zu steigern.

Internationales Potenzial für jede E-Commerce-Website

Forrester schätzt, dass der grenzüberschreitende E-Commerce, der im Jahr 2015 bei 276 Milliarden Dollar lag, bis 2021 über 424 Milliarden Dollar Umsatz erreichen wird.

Die Erhöhung der Zahlungssicherheit, die Standardisierung der Vorschriften und die Vereinfachung der grenzüberschreitenden Logistik sind weitere Gründe, die die Verbraucher zu grenzüberschreitenden Einkäufen veranlassen. Es ist daher entscheidend zu wissen, wie man eine solide internationale Strategie entwickelt, um neue Märkte zu erobern.

1. Analyse der eigenen internen Ressourcen

Bevor ein Unternehmen neue Märkte in Angriff nimmt, muss es sich vergewissern, dass es den Herausforderungen internationaler Märkte gewachsen ist. Hier einige Fragen, die Sie sich stellen müssen:

  • Ist mein Unternehmen auf dem heimischen Markt ausreichend stabil aufgestellt?
  • Welches Organisations- und Betriebsmodell sollte ich implementieren? Habe ich die notwendigen Qualifikationen im Hause?
  • Ist meine IT-Infrastruktur leicht lokalisierbar?
  • Welche Ressourcen kann ich in meine internationale Expansion investieren?
  • Wie viele Mitarbeiter können die Lokalisierung des Contents verwalten, vor allem auf lange Sicht? Verfügen sie über gründliche Kenntnisse der Zielmärkte?

Die Analyse des Bedarfs und der verfügbaren Ressourcen ermöglicht die Entwicklung einer realistischen internationalen Strategie. Dadurch vermeiden Sie, in zu viele Märkte gleichzeitig einzusteigen: Es ist besser, sich auf wenige Länder zu konzentrieren, als sich ergebnislos zu verzetteln.

2. Die eigenen Ziele und Zielmärkte definieren

Danach kommt es darauf an, diejenigen Zielmärkte festzulegen, für die das eigene Unternehmen am besten geeignet ist. Einige Tipps, die man beherzigen sollte:

  • Kundenanalyse: Analysieren Sie Ihre Kundenbasis, um festzustellen, welche Märkte unter ihnen am stärksten vertreten sind. Es wird leichter sein, in einem Markt zu wachsen, auf dem man bereits bekannt ist.
  • Die Auswahl der Zielmärkte: Fassen Sie nicht unbedingt den beliebtesten Zielmarkt ins Auge, denn das muss nicht derjenige mit dem größten Potenzial sein. Es kommt darauf an, die Kriterien, aufgrund derer man die Relevanz eines Marktes einschätzt, genau zu definieren: Bevölkerung, BIP, Verbreitung der Internetnutzung, Vorschriften etc.
  • Wettbewerb: Wer sind die lokalen Konkurrenten? Wie viele sind es, und wie ist ihre Marktposition?

Sind die Zielmärkte einmal identifiziert, so kann die Arbeit an der Lokalisierung beginnen.

 

3. Stellen Sie ein Lokalisierungsteam zusammen

Die Vorbereitung der eigenen E-Commerce-Website auf neue Märkte erfordert mehr als die einfache Übersetzung des vorhandenen Contents. Es bedeutet vielmehr, alle Produktinformationen, aber auch Bilder, Multimedia-Inhalte, Maßeinheiten, Währungen, Marketing-Materialien usw. in mehreren Sprachen anzubieten und fortlaufend zu aktualisieren. Aus diesem Grunde ist es wichtig, ein Team zusammenzustellen, das mit der Lokalisierungsarbeit betraut wird. Zu diesem Team gehören insbesondere:

  • Ein Projektmanager im eigenen Hause, der die Lokalisierungsanweisungen erteilt und die Content-Übersetzungen in Auftrag gibt.
  • Ein externer Projektmanager kann die Auswahl geeigneter Übersetzer übernehmen und dafür sorgen, dass die Fristen eingehalten werden.

Die Auswahl der Übersetzer ist ein Schritt, den man nicht vernachlässigen darf, um überzeugende Übersetzungen und eine gute Konversionsrate zu gewährleisten. Man sollte professionelle Übersetzer auswählen, die sich in der jeweiligen Branche (Mode, Kosmetik, Lederwaren etc.) auskennen, um Interesse bei potenziellen Kunden zu wecken.

Eine gute Organisation und eine ausgewogene Verteilung der Aufgaben sind entscheidend, wenn die Lokalisierung der E-Commerce-Website richtig durchgeführt werden soll.

 

4. Denken Sie an technische Übersetzungshilfen

Wenn es darum geht, Produktinformationen in mehrere Sprachen zu übersetzen, stehen sich zwei Möglichkeiten einander gegenüber:

  • Die traditionelle menschliche Übersetzung: Ein Übersetzer wird qualitativ hochwertige Inhalte bieten, sie dem Zielpublikum anpassen und dabei gegebenenfalls von einer wörtlichen Übersetzung abweichen. Dies ist jedoch eine relativ teure, schwierig zu industrialisierende Option, die zudem nur schwer in moderne Lokalisierungslösungen integrierbar ist.
  • Automatische Übersetzung: schnell, billig und industrialisierbar; allerdings ist es bei diesem Verfahren nicht möglich, den Stil einer Marke oder nuancierte Botschaften zu vermitteln. Automatische Übersetzung kann das Wissen und die Kenntnisse eines Menschen nicht ersetzen.

Die Kombination von Fachübersetzern mit Übersetzungs-Hilfstools ist und bleibt die beste Option zur effektiven Übersetzung von Produktinformationen. Eine Translation-Memory ist zum Beispiel eine solche Technologie: Durch Rückgriff auf frühere Übersetzungen bietet sie dem Übersetzer bereits übersetzte Segmente an. Da die meisten E-Commerce-Websites Kataloge mit vielen Wiederholungen beinhalten, gewährleistet diese Technologie die Homogenität der Übersetzungen und ermöglicht Einsparungen bis zu 60 %.

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