Der aus den USA stammende Black Friday bildet den Auftakt der Shopping-Saison zum Jahresende. Sein überzeugendstes Argument? Ein Kaufrausch mit regelrechter Goldgräberstimmung.

In den USA findet der Black Friday oft in den Geschäften und Filialen der Einzelhändler statt, in Deutschland eher online seit dem Jahr 2013. Apple schuf 2006 einen „Aktionstag“ (nicht als Black Friday bezeichnet), der Jahr für Jahr bekannter und beliebter wurde, auch bei anderen Händlern und natürlich den Konsumenten.

Für Deutschland sind folgende Umsatzsteigerungsprognosen für das Black-Friday-Wochenende bekannt: 2,4 Milliarden Euro im Jahre 2018 und 3,1 Milliarden Euro im Jahre 2019.

In Österreich erwartete man für 2019 mindestens 100 Millionen Euro und in der Schweiz für 2018 440 Millionen Schweizer Franken.

Vergangenes Jahr in Frankreich nutzten 25 Millionen Franzosen diesen gigantischen Rabattaktionstag, um sich ein Produkt zum unschlagbaren Preis anzuschaffen … gegenüber 154 Millionen Amerikanern.

Der im Jahr 2010 in Frankreich eingeführte Black Friday hat sich mittlerweile einen festen Platz in den Brieftaschen der Verbraucher und den Umsatzzahlen der Einzelhändler erobern können.  Die perfekte Gelegenheit, um neue Kunden zu gewinnen und Zugang zu ausländischen Märkten zu erhalten!

Darüber hinaus könnten die Akteure des E-Commerce, da nun viele Ladengeschäfte geschlossen sind, aus der kürzlich in zahlreichen Ländern Europas verhängten Neuauflage des Lockdowns großen Nutzen ziehen.  Black Friday x Covid-19: Auf den Punkt gebracht!


Erfahren Sie, welche Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Unternehmenswelt zu erwarten sind


Der Black Friday in Kurzfassung

Der Black Friday findet am vierten Freitag im November am Tag nach Thanksgiving statt. Während er sich auf der anderen Seite des Atlantiks bereits als regelrechte Institution etabliert hat, fängt der Rest der Welt allmählich an zu begreifen, auf welche Gründe dies zurückzuführen ist: Verbraucher finden preisgünstige Angebote und Händler bauen Lagerbestände ab, erweitern ihren Kundenstamm und verleihen mitunter sogar ihrer internationalen Entwicklung Auftrieb.  Da das Internet keine Grenzen kennt, begeben sich Verbraucher auf die Jagd nach dem günstigsten Schnäppchen, wo auch immer dies zu finden sein mag.

Und einige Akteure verstanden es, diesen an sich nur simplen Rabattaktionstag durch weitere Aktionen maximal für sich auszunutzen! Zum Auftakt des Black Friday findet immer häufiger eine gesamte Black Friday Week statt, gefolgt von einem Cyber Weekend, das wiederum dem Cyber Monday vorausgeht … Dieser „digitale Montag” ist ein Rabattaktionstag für High-Tech-Produkte, der an den Erfolg des Black Friday anknüpft. Können Sie noch folgen? Gut … denn dieses Jahr wird sich der Black Friday allem Anschein nach ganz anders als gewohnt abspielen.

Black Friday x Covid-19: die Konsequenzen?

Die Covid-19-Krise hat seit Beginn des Jahres schwere Folgen für die Weltwirtschaft nach sich gezogen. Doch was bedeutet dies für den Black Friday 2020?

Betrachten wir kurz, was diesbezüglich in der Vergangenheit zu beobachten war.  Im Jahr 2019 bescherte der Black Friday z.B. dem französischem E-Commerce 56 Millionen Transaktionen und über einen Zeitraum von vier Tagen rund 1,7 Milliarden Euro Umsatz.  In den USA waren es hingegen 7,4 Milliarden Dollar am ersten Tag des Black Friday (dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 20 % gegenüber dem Vorjahr) und 4,2 Milliarden Dollar am Thanksgiving-Tag.  Diese Zahlen waren natürlich höher als im Jahr 2018 und werden höchstwahrscheinlich geringer sein als in diesem Jahr.  Wobei ein gewisser, nicht zu vernachlässigender Faktor im Auge behalten werden muss.

Covid-19 hat seit seinem Auftreten ein hohes Maß an Schaden verursacht.  Zwischen Lockdown, Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen, Schließung der Bars/Restaurants sowie Geschäfts- und Einnahmeverlusten befindet sich der Handel inmitten einer emotionalen Achterbahnfahrt.

In zahlreichen Ländern sieht sich die Bevölkerung gezwungen, aufgrund der durch die Regierungen wiederholt verhängten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu Hause zu bleiben. Mitunter mussten auch zahlreiche Geschäfte schließen, die nicht als „lebensnotwendig” betrachtet werden, wie aktuell  beispielsweise in Frankreich.

Der Kampf der kleinen Einzelhändler gegen Amazon

Wie bereits erwähnt, werden teilweise physische Ladengeschäfte am Black Friday geschlossen sein.  Obwohl E-Commerce-Seiten diesen gegenüber einen Vorteil genießen, sind die Händler alles andere als optimistisch.  Zwischen dem Riesen Amazon und den sogenannten kleinen Einzelhändlern ist ein wahrhaftiger Kampf ausgebrochen.

Amazon wurde aufgrund der Tatsache, während der Gesundheitskrise große Gewinne eingefahren zu haben, während die kleinen Händler gezwungen waren, ihre Geschäfte zu schließen, scharf kritisiert.

Der Wind scheint sich jedoch gedreht zu haben, denn am 10. November wurde von der Europäischen Kommission aufgrund des Missbrauchs seiner dominierenden Position und Wettbewerbsverzerrung ein Verfahren gegen den Riesen eingeleitet.  Fortsetzung folgt …

Covid-19: eine Chance für den E-Commerce-Sektor?

Der Black Friday verursacht in Kanada sowie in den USA derartige Anstürme, dass die sehr unterschiedlichen Bestände für Onlineverkäufe und Verkäufe in den Geschäften sich als äußerst  begrenzt erwiesen.  Die Botschaft? Es stehen nicht genügend Waren für alle zur Verfügung. Das Phänomen geht so weit, dass selbst amerikanische Zahnärzte Rabattaktionen anbieten!

Trotz der Gesundheitskrise sind die Absatzprognosen für die Auflage des Black Friday im Jahr 2020 recht ermutigend.  Das Unternehmen Deloitte geht hinsichtlich der Onlineverkäufe für das Ende des Jahres 2020 von einem Wachstum von 35 % im Vergleich zum Jahr 2019 aus.  Für den Zeitraum zwischen Black Friday und Weihnachten werden Verkaufsumsätze in Höhe von 1147 Milliarden Dollar erwartet. Dies entspricht 30 % des Umsatzes der US-amerikanischen Einzelhandelsbranche.  Laut Aussage des Unternehmens Glassbox werden 70 % der amerikanischen Verbraucher wegen der Covid-19-Krise voraussichtlich ihre Einkäufe online tätigen.

In Frankreich kaufen laut OpinionWay 62 % der Bevölkerung jedes Jahr am Black Friday ein und 1/3 der Befragten hält diesen Aktionstag für eine ausgezeichnete Gelegenheit, frühzeitig Weihnachtseinkäufe zu reduzierten Preisen zu tätigen. In Deutschland erwartet der Handelsverband Deutschland e.V. für den Handel im Zeitraum vom Black Friday bis zum Cyber Monday 3,7 Milliarden Euro und damit 18% mehr Umsatz als 2019. Zwei Drittel der deutschen Kunden planen nur einen Online-Einkauf zu tätigen.

Daher wünschen wir allen E-Commerce-Händlern, dass sie für diesen großen Tag gut gerüstet sind, damit auf ihren Webseiten keine Funktionsstörungen auftreten!

Ich bin Händler, wie plane ich meinen Black Friday richtig?

Die Teilnahme am Black Friday ist eine Sache, ihn zu einem geschäftlichen Erfolg zu machen, eine andere. Und täuschen Sie sich nicht, ein produktiver Black Friday ist mittlerweile beinahe unverzichtbar für ein erfolgreiches Jahresende geworden.

1. Grundidee und Angebotsspanne

Der Black Friday ist gleichbedeutend mit Sonderangeboten. Somit bleibt eigentlich nur noch die Frage, welche Angebote Sie selbst machen können. Machen Sie eine Bestandsaufnahme der zu verkaufenden Produkte und denken Sie daran, dass es bei dem Konzept mehr um Werbung und Veräußerung der Lagerbestände als um Gewinnspannen geht. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Sonderangebote über die gesamte Dauer verteilen und achten Sie darauf, Ihre Kunden mit wechselnden Angeboten bei der Stange zu halten.  Gutscheincodes, Schnäppchenpreise, Blitzverkäufe und Gewinnspielevariieren Sie ebenfalls Ihre Verkaufsmethoden!

2. Zeiträume planen und international koordinieren

Der Black-Friday-Schlussverkauf ist ein internationales Ereignis und die ideale Gelegenheit, Verbraucher zu erreichen, die normalerweise nicht zu erreichen sind. Wie wir allerdings schon gelesen haben, kann die Wahrnehmung und Ausprägung der Verkaufsspannen regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Je nach Verkäufer und Land kann der Schlussverkauf Anfang der Woche, am Mittwochabend oder Donnerstagnacht beginnen. Gleichermaßen kann dieser eben auch am Freitag um Mitternacht enden, dass ganze Wochenende dauern und/oder am Cyber-Montag fortgesetzt werden. So wird beispielsweise in Frankreich, statistisch gesehen, der größte Umsatz am Freitagabend um 21.00 Uhr erzielt. In Italien hingegen um 14:00 Uhr.

Egal, welche Entscheidung Sie treffen, überlegen Sie sich genau, wie Sie ihre Schlussverkäufe international organisieren wollen, damit Sie mehrere Zeitzonen erreichen und effektiv abdecken. Weitere Aspekte, auf die Sie unbedingt achten sollten:

3. Solide Technik und Backup-Strategien

Ein erfolgreicher Black Friday zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen oder gar völlig unerwarteten Kundenansturm aus. Vor allem online kann dies zu Komplikationen führen. Maximale Shopauslastungen und Abstürze von Websites sind vorprogrammiert. Treffen Sie vorab Vorkehrungen und informieren Sie das Techniker-Team über etwaige Engpässe. Zudem ist es ratsam, interaktive Warteschlangen einzurichten und Fallback-Webseiten mit temporären Shops vorzubereiten. Ebenfalls sehr empfehlenswert (sofern von Ihnen noch nicht eingerichtet und angelehnt an Ihr Klientel) sind responsive Shops, die Ihren Kunden Einkäufe mit dem Handy ermöglichen und einen stetig wachsenden Anteil am Gesamtvolumen ausmachen.

4. Kommunikation und Kreativität

Eine Sonderaktion ist nichts ohne treffende und zielführende Kommunikation: Um Kunden zu gewinnen, müssen Sie sie informieren. Erstellen Sie attraktive digitale und/oder gedruckte Visuals und verbreiten Sie diese in den sozialen Netzwerken über organisierte und gezielte Marketingkampagnen. Überarbeiten Sie zudem rechtzeitig die Graphiken Ihrer Website, um das Ereignis anzukündigen, indem Sie Banner oder einen Countdown anzeigen. Erinnerungs-E-Mails oder Benachrichtigungen können ebenfalls sehr vielversprechende Ergebnisse erzielen.

Der Black Friday ist heutzutage bereits mehr als nur eine Gelegenheit, platzraubende Lagerbestände zu verkaufen. Er bietet die Möglichkeit, neue Kundenstämme zu erschließen, Verkaufsstrategien zu testen und insgesamt sein Geschäft international zu expandieren. Erreichen Sie ein neues Publikum, machen Sie sich bekannt und erobern Sie ausländische Märkte mit einer internationalen Expansionsstrategie!

Gibt es auch Raum für den Green Friday?

Der Green Friday ist ein Aktionstag, der in Frankreich im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde und darauf abzielt, Franzosen hinsichtlich eines wesentlich verantwortungsvolleren Konsums zu sensibilisieren.  Bei jedem am Green Friday getätigten Einkauf wird auf die Auswirkungen des übermäßigen Konsums auf unsere Umwelt aufmerksam gemacht.

Unterstützt durch die Pariser Stadtverwaltung weitet die Initiative mithilfe von RESSOURCES, einem Verband für soziale Unternehmen und Kreislaufwirtschaft, zurzeit seine Aktivitäten auch auf Brüssel aus. 2019 konnte die Bewegung 400 Organismen für sich gewinnen, die sich „FÜR” einen verantwortungsbewussten Konsum aussprachen.  Die beteiligten Unternehmen engagieren sich, am Black Friday keine Rabatte anzubieten und 10 % ihres Umsatzes an einen der vielen Vereine zu spenden, die sich für dieses Anliegen einsetzen.

Der weniger bekannte Green Friday ist aus Sicht der Verbraucher jedoch nach wie vor weniger überzeugend.  Zwar befürworten 71 % der Franzosen dieses Projekt, doch sind lediglich 23 % von ihnen bereit, dieses Anliegen auch zu unterstützen … Sollte sich diese französisch-belgische Initiative aber auf weitere Länder Europas ausdehnen, könnte es wesentlich mehr Einfluss auf die Bevölkerung gewinnen!

 

Es liegt auf der Hand: Der Black Friday ist mehr als nur eine Gelegenheit platzraubende Lagerbestände abzubauen, sondern bietet auch Möglichkeiten der Unternehmensentwicklung.  Warum sollten Sie also, da nun Sonderangebote vor Landesgrenzen keinen Halt mehr machen, nicht die Chance nutzen, um größere Ziele anzuvisieren. Erreichen Sie ein neues Zielpublikum, machen Sie sich bekannt und erobern Sie ausländische Märkte mit einer internationalen Expansionsstrategie!

 

Best Practices zur Übersetzung und Lokalisierung der Website

 

Das könnte Ihnen auch gefallen
Fakten & Zahlen, TextMaster

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Übersetzung und Website-Lokalisierung: Best Practices

Der aus den USA stammende Black Friday bildet den Auftakt der Shopping-Saison zum Jahresende. Sein überzeugendstes Argument? Ein Kaufrausch mit regelrechter Goldgräberstimmung.

In den USA findet der Black Friday oft in den Geschäften und Filialen der Einzelhändler statt, in Deutschland eher online seit dem Jahr 2013. Apple schuf 2006 einen „Aktionstag“ (nicht als Black Friday bezeichnet), der Jahr für Jahr bekannter und beliebter wurde, auch bei anderen Händlern und natürlich den Konsumenten.

Für Deutschland sind folgende Umsatzsteigerungsprognosen für das Black-Friday-Wochenende bekannt: 2,4 Milliarden Euro im Jahre 2018 und 3,1 Milliarden Euro im Jahre 2019.

In Österreich erwartete man für 2019 mindestens 100 Millionen Euro und in der Schweiz für 2018 440 Millionen Schweizer Franken.

Vergangenes Jahr in Frankreich nutzten 25 Millionen Franzosen diesen gigantischen Rabattaktionstag, um sich ein Produkt zum unschlagbaren Preis anzuschaffen … gegenüber 154 Millionen Amerikanern.

Der im Jahr 2010 in Frankreich eingeführte Black Friday hat sich mittlerweile einen festen Platz in den Brieftaschen der Verbraucher und den Umsatzzahlen der Einzelhändler erobern können.  Die perfekte Gelegenheit, um neue Kunden zu gewinnen und Zugang zu ausländischen Märkten zu erhalten!

Darüber hinaus könnten die Akteure des E-Commerce, da nun viele Ladengeschäfte geschlossen sind, aus der kürzlich in zahlreichen Ländern Europas verhängten Neuauflage des Lockdowns großen Nutzen ziehen.  Black Friday x Covid-19: Auf den Punkt gebracht!


Erfahren Sie, welche Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Unternehmenswelt zu erwarten sind


Der Black Friday in Kurzfassung

Der Black Friday findet am vierten Freitag im November am Tag nach Thanksgiving statt. Während er sich auf der anderen Seite des Atlantiks bereits als regelrechte Institution etabliert hat, fängt der Rest der Welt allmählich an zu begreifen, auf welche Gründe dies zurückzuführen ist: Verbraucher finden preisgünstige Angebote und Händler bauen Lagerbestände ab, erweitern ihren Kundenstamm und verleihen mitunter sogar ihrer internationalen Entwicklung Auftrieb.  Da das Internet keine Grenzen kennt, begeben sich Verbraucher auf die Jagd nach dem günstigsten Schnäppchen, wo auch immer dies zu finden sein mag.

Und einige Akteure verstanden es, diesen an sich nur simplen Rabattaktionstag durch weitere Aktionen maximal für sich auszunutzen! Zum Auftakt des Black Friday findet immer häufiger eine gesamte Black Friday Week statt, gefolgt von einem Cyber Weekend, das wiederum dem Cyber Monday vorausgeht … Dieser „digitale Montag” ist ein Rabattaktionstag für High-Tech-Produkte, der an den Erfolg des Black Friday anknüpft. Können Sie noch folgen? Gut … denn dieses Jahr wird sich der Black Friday allem Anschein nach ganz anders als gewohnt abspielen.

Black Friday x Covid-19: die Konsequenzen?

Die Covid-19-Krise hat seit Beginn des Jahres schwere Folgen für die Weltwirtschaft nach sich gezogen. Doch was bedeutet dies für den Black Friday 2020?

Betrachten wir kurz, was diesbezüglich in der Vergangenheit zu beobachten war.  Im Jahr 2019 bescherte der Black Friday z.B. dem französischem E-Commerce 56 Millionen Transaktionen und über einen Zeitraum von vier Tagen rund 1,7 Milliarden Euro Umsatz.  In den USA waren es hingegen 7,4 Milliarden Dollar am ersten Tag des Black Friday (dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 20 % gegenüber dem Vorjahr) und 4,2 Milliarden Dollar am Thanksgiving-Tag.  Diese Zahlen waren natürlich höher als im Jahr 2018 und werden höchstwahrscheinlich geringer sein als in diesem Jahr.  Wobei ein gewisser, nicht zu vernachlässigender Faktor im Auge behalten werden muss.

Covid-19 hat seit seinem Auftreten ein hohes Maß an Schaden verursacht.  Zwischen Lockdown, Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen, Schließung der Bars/Restaurants sowie Geschäfts- und Einnahmeverlusten befindet sich der Handel inmitten einer emotionalen Achterbahnfahrt.

In zahlreichen Ländern sieht sich die Bevölkerung gezwungen, aufgrund der durch die Regierungen wiederholt verhängten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu Hause zu bleiben. Mitunter mussten auch zahlreiche Geschäfte schließen, die nicht als „lebensnotwendig” betrachtet werden, wie aktuell  beispielsweise in Frankreich.

Der Kampf der kleinen Einzelhändler gegen Amazon

Wie bereits erwähnt, werden teilweise physische Ladengeschäfte am Black Friday geschlossen sein.  Obwohl E-Commerce-Seiten diesen gegenüber einen Vorteil genießen, sind die Händler alles andere als optimistisch.  Zwischen dem Riesen Amazon und den sogenannten kleinen Einzelhändlern ist ein wahrhaftiger Kampf ausgebrochen.

Amazon wurde aufgrund der Tatsache, während der Gesundheitskrise große Gewinne eingefahren zu haben, während die kleinen Händler gezwungen waren, ihre Geschäfte zu schließen, scharf kritisiert.

Der Wind scheint sich jedoch gedreht zu haben, denn am 10. November wurde von der Europäischen Kommission aufgrund des Missbrauchs seiner dominierenden Position und Wettbewerbsverzerrung ein Verfahren gegen den Riesen eingeleitet.  Fortsetzung folgt …

Covid-19: eine Chance für den E-Commerce-Sektor?

Der Black Friday verursacht in Kanada sowie in den USA derartige Anstürme, dass die sehr unterschiedlichen Bestände für Onlineverkäufe und Verkäufe in den Geschäften sich als äußerst  begrenzt erwiesen.  Die Botschaft? Es stehen nicht genügend Waren für alle zur Verfügung. Das Phänomen geht so weit, dass selbst amerikanische Zahnärzte Rabattaktionen anbieten!

Trotz der Gesundheitskrise sind die Absatzprognosen für die Auflage des Black Friday im Jahr 2020 recht ermutigend.  Das Unternehmen Deloitte geht hinsichtlich der Onlineverkäufe für das Ende des Jahres 2020 von einem Wachstum von 35 % im Vergleich zum Jahr 2019 aus.  Für den Zeitraum zwischen Black Friday und Weihnachten werden Verkaufsumsätze in Höhe von 1147 Milliarden Dollar erwartet. Dies entspricht 30 % des Umsatzes der US-amerikanischen Einzelhandelsbranche.  Laut Aussage des Unternehmens Glassbox werden 70 % der amerikanischen Verbraucher wegen der Covid-19-Krise voraussichtlich ihre Einkäufe online tätigen.

In Frankreich kaufen laut OpinionWay 62 % der Bevölkerung jedes Jahr am Black Friday ein und 1/3 der Befragten hält diesen Aktionstag für eine ausgezeichnete Gelegenheit, frühzeitig Weihnachtseinkäufe zu reduzierten Preisen zu tätigen. In Deutschland erwartet der Handelsverband Deutschland e.V. für den Handel im Zeitraum vom Black Friday bis zum Cyber Monday 3,7 Milliarden Euro und damit 18% mehr Umsatz als 2019. Zwei Drittel der deutschen Kunden planen nur einen Online-Einkauf zu tätigen.

Daher wünschen wir allen E-Commerce-Händlern, dass sie für diesen großen Tag gut gerüstet sind, damit auf ihren Webseiten keine Funktionsstörungen auftreten!

Ich bin Händler, wie plane ich meinen Black Friday richtig?

Die Teilnahme am Black Friday ist eine Sache, ihn zu einem geschäftlichen Erfolg zu machen, eine andere. Und täuschen Sie sich nicht, ein produktiver Black Friday ist mittlerweile beinahe unverzichtbar für ein erfolgreiches Jahresende geworden.

1. Grundidee und Angebotsspanne

Der Black Friday ist gleichbedeutend mit Sonderangeboten. Somit bleibt eigentlich nur noch die Frage, welche Angebote Sie selbst machen können. Machen Sie eine Bestandsaufnahme der zu verkaufenden Produkte und denken Sie daran, dass es bei dem Konzept mehr um Werbung und Veräußerung der Lagerbestände als um Gewinnspannen geht. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Sonderangebote über die gesamte Dauer verteilen und achten Sie darauf, Ihre Kunden mit wechselnden Angeboten bei der Stange zu halten.  Gutscheincodes, Schnäppchenpreise, Blitzverkäufe und Gewinnspielevariieren Sie ebenfalls Ihre Verkaufsmethoden!

2. Zeiträume planen und international koordinieren

Der Black-Friday-Schlussverkauf ist ein internationales Ereignis und die ideale Gelegenheit, Verbraucher zu erreichen, die normalerweise nicht zu erreichen sind. Wie wir allerdings schon gelesen haben, kann die Wahrnehmung und Ausprägung der Verkaufsspannen regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Je nach Verkäufer und Land kann der Schlussverkauf Anfang der Woche, am Mittwochabend oder Donnerstagnacht beginnen. Gleichermaßen kann dieser eben auch am Freitag um Mitternacht enden, dass ganze Wochenende dauern und/oder am Cyber-Montag fortgesetzt werden. So wird beispielsweise in Frankreich, statistisch gesehen, der größte Umsatz am Freitagabend um 21.00 Uhr erzielt. In Italien hingegen um 14:00 Uhr.

Egal, welche Entscheidung Sie treffen, überlegen Sie sich genau, wie Sie ihre Schlussverkäufe international organisieren wollen, damit Sie mehrere Zeitzonen erreichen und effektiv abdecken. Weitere Aspekte, auf die Sie unbedingt achten sollten:

3. Solide Technik und Backup-Strategien

Ein erfolgreicher Black Friday zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen oder gar völlig unerwarteten Kundenansturm aus. Vor allem online kann dies zu Komplikationen führen. Maximale Shopauslastungen und Abstürze von Websites sind vorprogrammiert. Treffen Sie vorab Vorkehrungen und informieren Sie das Techniker-Team über etwaige Engpässe. Zudem ist es ratsam, interaktive Warteschlangen einzurichten und Fallback-Webseiten mit temporären Shops vorzubereiten. Ebenfalls sehr empfehlenswert (sofern von Ihnen noch nicht eingerichtet und angelehnt an Ihr Klientel) sind responsive Shops, die Ihren Kunden Einkäufe mit dem Handy ermöglichen und einen stetig wachsenden Anteil am Gesamtvolumen ausmachen.

4. Kommunikation und Kreativität

Eine Sonderaktion ist nichts ohne treffende und zielführende Kommunikation: Um Kunden zu gewinnen, müssen Sie sie informieren. Erstellen Sie attraktive digitale und/oder gedruckte Visuals und verbreiten Sie diese in den sozialen Netzwerken über organisierte und gezielte Marketingkampagnen. Überarbeiten Sie zudem rechtzeitig die Graphiken Ihrer Website, um das Ereignis anzukündigen, indem Sie Banner oder einen Countdown anzeigen. Erinnerungs-E-Mails oder Benachrichtigungen können ebenfalls sehr vielversprechende Ergebnisse erzielen.

Der Black Friday ist heutzutage bereits mehr als nur eine Gelegenheit, platzraubende Lagerbestände zu verkaufen. Er bietet die Möglichkeit, neue Kundenstämme zu erschließen, Verkaufsstrategien zu testen und insgesamt sein Geschäft international zu expandieren. Erreichen Sie ein neues Publikum, machen Sie sich bekannt und erobern Sie ausländische Märkte mit einer internationalen Expansionsstrategie!

Gibt es auch Raum für den Green Friday?

Der Green Friday ist ein Aktionstag, der in Frankreich im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde und darauf abzielt, Franzosen hinsichtlich eines wesentlich verantwortungsvolleren Konsums zu sensibilisieren.  Bei jedem am Green Friday getätigten Einkauf wird auf die Auswirkungen des übermäßigen Konsums auf unsere Umwelt aufmerksam gemacht.

Unterstützt durch die Pariser Stadtverwaltung weitet die Initiative mithilfe von RESSOURCES, einem Verband für soziale Unternehmen und Kreislaufwirtschaft, zurzeit seine Aktivitäten auch auf Brüssel aus. 2019 konnte die Bewegung 400 Organismen für sich gewinnen, die sich „FÜR” einen verantwortungsbewussten Konsum aussprachen.  Die beteiligten Unternehmen engagieren sich, am Black Friday keine Rabatte anzubieten und 10 % ihres Umsatzes an einen der vielen Vereine zu spenden, die sich für dieses Anliegen einsetzen.

Der weniger bekannte Green Friday ist aus Sicht der Verbraucher jedoch nach wie vor weniger überzeugend.  Zwar befürworten 71 % der Franzosen dieses Projekt, doch sind lediglich 23 % von ihnen bereit, dieses Anliegen auch zu unterstützen … Sollte sich diese französisch-belgische Initiative aber auf weitere Länder Europas ausdehnen, könnte es wesentlich mehr Einfluss auf die Bevölkerung gewinnen!

 

Es liegt auf der Hand: Der Black Friday ist mehr als nur eine Gelegenheit platzraubende Lagerbestände abzubauen, sondern bietet auch Möglichkeiten der Unternehmensentwicklung.  Warum sollten Sie also, da nun Sonderangebote vor Landesgrenzen keinen Halt mehr machen, nicht die Chance nutzen, um größere Ziele anzuvisieren. Erreichen Sie ein neues Zielpublikum, machen Sie sich bekannt und erobern Sie ausländische Märkte mit einer internationalen Expansionsstrategie!

 

Best Practices zur Übersetzung und Lokalisierung der Website