Und schon ist es wieder vorbei. Sie ist rum, die Dmexco 2018 in Köln. Dieses Jahr besonders unter Beobachtung stehend, da mit Dominik Matyka ein neuer Chef mit neuem Konzept und neuen Ansprüchen das Ruder übernommen hatte, gab es doch eine Konstante zum letzten Jahr:  ein Feuerwerk an digitalen Neuheiten, Networkingmöglichkeiten und Seminaren von Experten der Branche. Meist hat man den Eindruck, selbst nach 2 Tagen Vollgas nicht alles gesehen und gehört zu haben. 

Daher wollen wir von TextMaster den Versuch wagen, die “Must-sees” der diesjährigen Dmexco für Sie zusammenzufassen. Bühne für Bühne hier also eine Vorstellung der Beiträge, die uns am meisten inspiriert haben.

Beiträge auf der “Congress Stage”

Worum ging es?

Die Congress Stage ist für Experten der digitalen Szene das Herzstück der Dmexco. Über 1600 Zuschauer wohnen dem Spektakel von hitziger Diskussion und Debatte auf der beinahe größten Rednerbühne der Konferenz bei. Ganz im Sinne des diesjährigen Dmexco-Themas C.A.R.E (Curiosity, Action, Responsibility und Experience) bezogen sich die diskutierten Themen dieses Jahr auf drei fundamentale Themen: Künstliche Intelligenz, die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung und Voice Assistenten.

Highlights bitte!

Alex Cheng beispielsweise, Vizepräsident des chinesischen Suchmaschinen-Schwergewichts “Baidu”, gab einen Ausblick darauf, wie tief das Unternehmen bereits in die Materie von autonom fahrenden Autos und und intelligenten Computeralgorithmen eingetaucht ist. Mit dem Term “China wisdom” drückte er der damit verbundenen Expertise einen kulturellen Stempel auf und erinnerte daran, dass digitale und technische Innovation oft außerhalb der Grenzen Europas gemacht wird.

Aber auch die eher westlichen Großunternehmen haben das Tempo zum Thema Business Intelligence und KI noch weiter angezogen. Arthur Sadoun ist einer der Pioniere dieser Domaine. Der französische CEO der Publicis Gruppe setzt sich aktiv für die Etablierung eines effektiveren Workflows in Unternehmen ein. Wie? Mit einer KI-basierten Plattform, die den fast schon verspielten Namen Marcel trägt.  Mit „seiner“ Hilfe soll die Kommunikation von Kollegen untereinander, aber auch die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Kunde revolutioniert werden. Man darf gespannt sein.

Beiträge auf der “Experience Stage”

Worum ging es?

Die Experience Stage verfolgt einen haptischeren Ansatz, um sich den digitalen Thematiken anzunähern. Durch direktes Interagieren, Ausprobieren und Erleben werden hier technologische Neuheiten wie VR und KI nicht nur diskutiert, sondern effektiv angewandt. Somit werden konkrete Einsatzmöglichkeiten jener Technologien in Unternehmen nicht nur greifbarer, sondern auch transparenter. Dieses Jahr drehte sich der “Hands-on” Ansatz der Experience Stage vor allem um die drei Themen “Internet of Things”, “Virtual reality” und “Blockchain”.

Highlights bitte!

Purna Virji, eine Pionierin des digitalen Marketings mit viel internationaler Expertise, ist weltweit bekannt für ihre Beiträge zu E-Commerce und innovativen Marketingmodellen. Dieses Jahr lag ihr Fokus auf der Dmexco-Bühne vor allem auf der unternehmensseitigen Berücksichtigung von Nutzerverhalten im Zusammenhang mit Voice Assistenten wie Alexa, Siri und Co. Kaum jemanden wird überraschen, dass die Anzahl an Suchanfragen über Sprachassistenten mit zunehmender Adaptation und Flexibilität der KI stetig zunimmt. Das Interesse an einem genauen Mapping der Costumer Journey, also dem Klick- und Suchverhalten des Nutzers für diese neue Form der Maschinen-Mensch-Interaktion, wird angesichts dieser Tendenz weiter an Relevanz zunehmen.

Ein weiteres, aber inzwischen bereits viel diskutiertes Thema, wurde von gleich fünf patenten Branchenexperten diskutiert – die Blockchain. Hendrik Hey (Welt der Wunder TV), Christof Baron (Sanofi- Aventis Deutschland GmbH), Karin Libowitzky (Vizeum), Tina Beuchler (Nestlé), Thomas Müller (FJORD) nahmen praktische Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie ins Visier und unterstrichen in diesem Zusammenhang vor allem die Notwendigkeit von mehr Transparenz und Verständnis der Grundprinzipien. Zwar wurde längst das Potential der Blockchainkodierung erkannt, aber noch immer sind Unternehmen nicht ausreichend für das Thema sensibilisert, um es in eine allgemein taugliche Businesslösung zu verwandeln. Eine Mammutaufgabe!

Grüner, sauberer, nachhaltiger? Das Standdesign auf der Dmexco 2018

Ein allgemeiner Trend, den wir persönlich beobachtet haben, bezog sich auf das Standdesign vieler Aussteller. Ganz im Sinne der vor allem in Deutschland medienwirksam postulierten Energiewende haben sich viele Aussteller dieses Jahr bei der Struktur ihrer Stände an Mutter Natur orientiert. Dementsprechend konnte man ein großes Potpourri an Pflanzen, Holzwänden und grünen Oberflächen beobachten – Sehr konform zum diesjährigen Motto der Dmexco C.A.R.E. Aber wie sagt man so schön: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“.

Denn auch hinter dieser eigentlich sehr ökologisch erscheinenden Initiative verbirgt sich ein kontroverses Thema. Events stellen für Unternehmen vor allem eine Budgetfrage dar. Laut dem unabhängigen Nachrichtendienst „Umwelt Dialog“ werden im Schnitt lediglich 30% des Eventbudgets eines Unternehmens für den Stand ausgegeben. Im Gegensatz zu der äußeren Erscheinung der Stände wird daher also eher wenig in qualitativ hochwertige Materialien investiert. In diesem Zusammenhang stellt die Kurzlebigkeit des Standes ein weiteres Thema dar. Da es sich bei der Dmexco um eine Messe handelt, die sich auf lediglich 2 Tage konzentriert, werden sämtliche Stände in einem Zeitraum von 3-4 Tagen auf- und abgebaut. Der dabei entstehende Abfall ist bemerkenswert und lässt die Frage aufkommen ob strengere Regularien bei der Standkonstruktion dazu beitragen könnten, Standdesign und Standmaterialien effektiver zu harmonisieren. Ein Aspekt, der in den bisherigen Dmexco-Standbaurichtlinien noch kaum Beachtung findet. Aber wer weiß, vielleicht ist das ein spannender Ansatz für eine Weiterentwicklung ab 2019?

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Übersetzung und Website-Lokalisierung: Best Practices

Und schon ist es wieder vorbei. Sie ist rum, die Dmexco 2018 in Köln. Dieses Jahr besonders unter Beobachtung stehend, da mit Dominik Matyka ein neuer Chef mit neuem Konzept und neuen Ansprüchen das Ruder übernommen hatte, gab es doch eine Konstante zum letzten Jahr:  ein Feuerwerk an digitalen Neuheiten, Networkingmöglichkeiten und Seminaren von Experten der Branche. Meist hat man den Eindruck, selbst nach 2 Tagen Vollgas nicht alles gesehen und gehört zu haben. 

Daher wollen wir von TextMaster den Versuch wagen, die “Must-sees” der diesjährigen Dmexco für Sie zusammenzufassen. Bühne für Bühne hier also eine Vorstellung der Beiträge, die uns am meisten inspiriert haben.

Beiträge auf der “Congress Stage”

Worum ging es?

Die Congress Stage ist für Experten der digitalen Szene das Herzstück der Dmexco. Über 1600 Zuschauer wohnen dem Spektakel von hitziger Diskussion und Debatte auf der beinahe größten Rednerbühne der Konferenz bei. Ganz im Sinne des diesjährigen Dmexco-Themas C.A.R.E (Curiosity, Action, Responsibility und Experience) bezogen sich die diskutierten Themen dieses Jahr auf drei fundamentale Themen: Künstliche Intelligenz, die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung und Voice Assistenten.

Highlights bitte!

Alex Cheng beispielsweise, Vizepräsident des chinesischen Suchmaschinen-Schwergewichts “Baidu”, gab einen Ausblick darauf, wie tief das Unternehmen bereits in die Materie von autonom fahrenden Autos und und intelligenten Computeralgorithmen eingetaucht ist. Mit dem Term “China wisdom” drückte er der damit verbundenen Expertise einen kulturellen Stempel auf und erinnerte daran, dass digitale und technische Innovation oft außerhalb der Grenzen Europas gemacht wird.

Aber auch die eher westlichen Großunternehmen haben das Tempo zum Thema Business Intelligence und KI noch weiter angezogen. Arthur Sadoun ist einer der Pioniere dieser Domaine. Der französische CEO der Publicis Gruppe setzt sich aktiv für die Etablierung eines effektiveren Workflows in Unternehmen ein. Wie? Mit einer KI-basierten Plattform, die den fast schon verspielten Namen Marcel trägt.  Mit „seiner“ Hilfe soll die Kommunikation von Kollegen untereinander, aber auch die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Kunde revolutioniert werden. Man darf gespannt sein.

Beiträge auf der “Experience Stage”

Worum ging es?

Die Experience Stage verfolgt einen haptischeren Ansatz, um sich den digitalen Thematiken anzunähern. Durch direktes Interagieren, Ausprobieren und Erleben werden hier technologische Neuheiten wie VR und KI nicht nur diskutiert, sondern effektiv angewandt. Somit werden konkrete Einsatzmöglichkeiten jener Technologien in Unternehmen nicht nur greifbarer, sondern auch transparenter. Dieses Jahr drehte sich der “Hands-on” Ansatz der Experience Stage vor allem um die drei Themen “Internet of Things”, “Virtual reality” und “Blockchain”.

Highlights bitte!

Purna Virji, eine Pionierin des digitalen Marketings mit viel internationaler Expertise, ist weltweit bekannt für ihre Beiträge zu E-Commerce und innovativen Marketingmodellen. Dieses Jahr lag ihr Fokus auf der Dmexco-Bühne vor allem auf der unternehmensseitigen Berücksichtigung von Nutzerverhalten im Zusammenhang mit Voice Assistenten wie Alexa, Siri und Co. Kaum jemanden wird überraschen, dass die Anzahl an Suchanfragen über Sprachassistenten mit zunehmender Adaptation und Flexibilität der KI stetig zunimmt. Das Interesse an einem genauen Mapping der Costumer Journey, also dem Klick- und Suchverhalten des Nutzers für diese neue Form der Maschinen-Mensch-Interaktion, wird angesichts dieser Tendenz weiter an Relevanz zunehmen.

Ein weiteres, aber inzwischen bereits viel diskutiertes Thema, wurde von gleich fünf patenten Branchenexperten diskutiert – die Blockchain. Hendrik Hey (Welt der Wunder TV), Christof Baron (Sanofi- Aventis Deutschland GmbH), Karin Libowitzky (Vizeum), Tina Beuchler (Nestlé), Thomas Müller (FJORD) nahmen praktische Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie ins Visier und unterstrichen in diesem Zusammenhang vor allem die Notwendigkeit von mehr Transparenz und Verständnis der Grundprinzipien. Zwar wurde längst das Potential der Blockchainkodierung erkannt, aber noch immer sind Unternehmen nicht ausreichend für das Thema sensibilisert, um es in eine allgemein taugliche Businesslösung zu verwandeln. Eine Mammutaufgabe!

Grüner, sauberer, nachhaltiger? Das Standdesign auf der Dmexco 2018

Ein allgemeiner Trend, den wir persönlich beobachtet haben, bezog sich auf das Standdesign vieler Aussteller. Ganz im Sinne der vor allem in Deutschland medienwirksam postulierten Energiewende haben sich viele Aussteller dieses Jahr bei der Struktur ihrer Stände an Mutter Natur orientiert. Dementsprechend konnte man ein großes Potpourri an Pflanzen, Holzwänden und grünen Oberflächen beobachten – Sehr konform zum diesjährigen Motto der Dmexco C.A.R.E. Aber wie sagt man so schön: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“.

Denn auch hinter dieser eigentlich sehr ökologisch erscheinenden Initiative verbirgt sich ein kontroverses Thema. Events stellen für Unternehmen vor allem eine Budgetfrage dar. Laut dem unabhängigen Nachrichtendienst „Umwelt Dialog“ werden im Schnitt lediglich 30% des Eventbudgets eines Unternehmens für den Stand ausgegeben. Im Gegensatz zu der äußeren Erscheinung der Stände wird daher also eher wenig in qualitativ hochwertige Materialien investiert. In diesem Zusammenhang stellt die Kurzlebigkeit des Standes ein weiteres Thema dar. Da es sich bei der Dmexco um eine Messe handelt, die sich auf lediglich 2 Tage konzentriert, werden sämtliche Stände in einem Zeitraum von 3-4 Tagen auf- und abgebaut. Der dabei entstehende Abfall ist bemerkenswert und lässt die Frage aufkommen ob strengere Regularien bei der Standkonstruktion dazu beitragen könnten, Standdesign und Standmaterialien effektiver zu harmonisieren. Ein Aspekt, der in den bisherigen Dmexco-Standbaurichtlinien noch kaum Beachtung findet. Aber wer weiß, vielleicht ist das ein spannender Ansatz für eine Weiterentwicklung ab 2019?

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