Während mondocteur.fr gerade überarbeitet wurde und sich zeitgemäßer präsentiert, bereiten wir uns darauf vor, diesen Samstag den Weltgesundheitstag zu feiern. Die Innovationen auf diesem Gebiet sind zahlreich, und das Aufkommen künstlicher Intelligenz hat den Fortschritt nur beschleunigt. Wir bieten Ihnen einen kleinen Überblick der vielversprechendsten Startups der europäischen Medizintechnik (es gibt mehr als 250.000), die alle die Branche jeweils auf ihre Art revolutionieren!

1. Vereinfachung der Terminvereinbarung: die unumgänglichen Plattformen für die Kontaktaufnahme zwischen medizinischen Fachkräften und Patienten

Dies ist wahrscheinlich das Erste, was uns einfällt, wenn wir über die Branche der Medizintechnik in Europa nachdenken: die Websites zur Kontaktaufnahme zwischen Medizinern und Patienten. Und der unbestreitbare Erfolg von Doctolib (insbesondere) beweist es: der Bedarf ist wirklich vorhanden!

Doctolib im Vergleich zu MonDocteur

Fast zeitgleich auf dem Markt der Online-Terminvergabe gestartet, erzielten Doctolib und MonDocteur ein gutes Wachstum und liefern sich seit 2013 auf dem französischen Markt einen echten Kampf. Ersterer scheint die Konkurrenz hinter sich zu lassen (zu der auch KelDoc, Allodoctors, clicrdv oder rdvmedicaux gehören).

Auch international schneidet Doctolib besser ab als die Konkurrenz: Das Start-up hat im vergangenen November 35 Millionen Euro aufgestockt, um insbesondere die Entwicklung in Deutschland zu beschleunigen – ein Markt, auf dem es den lokalen Unternehmen Doctena oder Arzttermine gegenüberstehen wird.

Beträchtliche Vorteile für beide Parteien

Diese Plattformen sind dank eines Abonnements für praktizierende Ärzte ohne Kosten für die Patienten. Sie reduzieren Wartezeiten und erleichtern gleichzeitig die Terminvereinbarung für den Patienten, außerdem „retten“ sie auch abgesagte Konsultationen, indem sie die Verfügbarkeit von Ärzten in Echtzeit anzeigen.

Ein Vorteil, der auch von einem anderen Wettbewerber hervorgehoben wird: Instacare. Mit Instacare, das nur als mobile Anwendung verfügbar ist, können Ärzte abgesagte Termine ersetzen, indem sie den Patienten Termine bei zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbaren Ärzten anbieten.

Medadom bietet einen etwas anderen Service an: Durch die Angabe der Symptome und der Adresse ermöglicht es die Plattform Einzelpersonen, einen Arzt zu finden, der zu ihnen nach Hause kommt.

2. Künstliche Intelligenz zur Verbesserung des medizinischen Diagnoseprozesses

Hier einer der Aspekte der Gesundheit, der in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich durch die Arbeit künstlicher Intelligenz  komplett umgekrempelt wird: die medizinische Diagnose und vor allem die Radiologie.

Große Konzerne und Start-ups auf dem Kriegspfad

Durch Machine Learning ist in der Medizin angewandte künstliche Intelligenz in der Lage, Millionen von Daten in Rekordzeit zu analysieren, zu vergleichen, Symptome zu erkennen und eine zuverlässigere Vordiagnose als ein Arzt zu liefern.

Beispielsweise wird die Funktion von Watson, der künstlichen Intelligenz des Riesen IBM bereits seit 2012 von mehreren medizinischen Zentren genutzt. Andere Riesen wie Google, Toshiba, Philips, Siemens oder auch Microsoft arbeiten am gleichen Thema.

Auch die Start-ups der Medizintechnik / Biotechnik beginnen sich für diese Branche zu interessieren. Dies gilt vor allem für BrainWaveBank, ein nordirisches Start-up, das die Diagnose und die Behandlung in der kognitiven Gesundheit zu einem Spiel machen möchte. Ausgestattet mit einem Helm spielt der Patient eine Reihe von Handyspielen, dabei werden seine Daten werden in Echtzeit gemessen. Durch Machine Learning kann schrittweise eine hochdetailliertes Dossier der kognitiven Gesundheit einer Person erstellt werden.

Eine solide Grundlage, um die Wahrscheinlichkeit medizinischer Diagnosen zu erhöhen.

In einem anderen Bereich können Personen mit Herzkrankheiten mit Hilfe von Personal MedSystems (besser bekannt unter dem Namen seiner Technologie CardioSecur) ihre Herzaktivität und Symptome in Echtzeit überwachen, um so Herzattacken oder Komplikationen zu verhindern. Die mit diesem tragbaren Elektrokardiogramm verbundene App gibt den Patienten außerdem Ratschläge zur „Vorgehensweise“ und kann auch mit dem angegebenen Arzt Daten gemeinsam nutzen, damit dieser schnell handeln kann.

3. Bionischer Mensch und Behandlung von (noch) unheilbaren Krankheiten

Die Medizin steht derzeit vor mehreren Herausforderungen: Organknappheit, erfolglose Erforschung von seltenen oder unheilbaren Krankheiten … Diese Herausforderungen sind für viele Start-ups in der Medizintechnik ein interessantes Forschungsfeld.

OWKIN: künstliche Intelligenz, um neue Behandlungen zu finden

Big Data und künstliche Intelligenz: Mit diesem erfolgreichen Duo kann das französische Start-up Owkin bestehende Behandlungen verbessern und sogar neue Medikamente entdecken. Auch hier ermöglichen Machine-Learning-Technologien die Analyse klinischer Daten und medizinischer Bildgebungsbibliotheken, um die Ursachen von Krankheiten herauszufinden.

Poietis: bald künstliche Organe?

Poietis ist auf das Laserdrucken von lebendem Gewebe spezialisiert. Konkret bedeutet dies, dass der Organ- und damit auch Transplantationsmangel, der täglich viele Todesfälle verursacht, durch die Schaffung ganzer Organe mithilfe dieser Technologie abgedeckt werden könnte. Die Zukunft war noch nie so nah!

Pharnext: Endlich Schluss mit unheilbaren Krankheiten

Und wenn die Behandlung von noch unheilbaren Krankheiten bereits existieren würde, ohne dass wir es wussten? Pharnext geht von dieser Hypothese aus und schlägt vor, bestehende Medikamente und Behandlungen zu kombinieren. PLEOTHERAPY, die von dem Unternehmen entwickelte Technologie, erkennt mögliche Synergien und Kombinationen mehrerer, bereits bekannter Medikamente, die dazu beitragen sollen, angeblich unheilbare Krankheiten wie ALS oder Alzheimer zu heilen.

4. Nächster Schritt: die Ärzte ersetzen?

Wenn es einen Beruf gibt, den man für unersetzbar halten könnte, so ist es der des Arztes (im weiteren Sinne) und genauer gesagt der des Chirurgen. Doch es gibt immer mehr Technologien, die vorerst Chirurgen vor allem helfen sollen… die allerdings noch weiter gehen könnten und, wer weiß, sie eines Tages ersetzen könnten.

Brigit & Rosa: die OP-Roboter der Medizintechnik

Das Start-up mit dem schlichten Namen MedTech beschäftigt sich mit dem Design, der Entwicklung und der Vermarktung von „Assistenztechnologien für medizinische und chirurgische Eingriffe“. Die lasergesteuerten OP-Roboter Birgit und Rosa spielen eine echte Rolle bei Gehirn- oder Wirbelsäulenoperationen, indem sie den Arm des Neurochirurgen unterstützen. Wenn Mensch und Maschine eins sind …

Surgevry: virtuelle Realität bei der Ausbildung neuer Ärzte

Das Start-up Revinax hat Surgevry, entwickelt, eine Plattform für Chirurgen in der Ausbildung. Surgevry ermöglicht dank der Videoaufnahme einer Operation eine 3D-Wiedergabe aus der Sicht des Chirurgen. Mit einem Oculus Rift Helm kann man die Operation studieren und künftigen Chirurgen die eingesetzten Handgriffe und Techniken beibringen.

Die Auswahl an Start-ups der Medizintechnik, die wir Ihnen vorgestellt haben, repräsentiert nur einen winzigen Teil der vielen Tausend Unternehmen in dieser Branche. Alle Aspekte der Gesundheit im weiteren Sinne sind vertreten und die Besonderheit besteht darin, dass die meisten dieser Unternehmen von einem Mitglied der wissenschaftlichen Körperschaft mitgegründet wurden. Ein Phänomen, das man in keinem anderen technischen Sektor sieht und das sich mit den damit verbundenen Grundfragen erklären lässt: Es ist der einzige Sektor, in dem es wirklich um Leben und Tod geht! Der Arztberuf verändert sich daher in die richtige Richtung und in der Zukunft müssen die Mediziner diese Revolution unterstützen und gestalten, indem sie sich in den Werkzeugen der künstlichen Intelligenz üben… oder, wer weiß, selbst zu Gründern werden.

Für noch mehr Tipps rund um die internationale Expansion besuchen Sie gerne auch unser Ressourcen-Center.
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Übersetzung und Website-Lokalisierung: Best Practices

Während mondocteur.fr gerade überarbeitet wurde und sich zeitgemäßer präsentiert, bereiten wir uns darauf vor, diesen Samstag den Weltgesundheitstag zu feiern. Die Innovationen auf diesem Gebiet sind zahlreich, und das Aufkommen künstlicher Intelligenz hat den Fortschritt nur beschleunigt. Wir bieten Ihnen einen kleinen Überblick der vielversprechendsten Startups der europäischen Medizintechnik (es gibt mehr als 250.000), die alle die Branche jeweils auf ihre Art revolutionieren!

1. Vereinfachung der Terminvereinbarung: die unumgänglichen Plattformen für die Kontaktaufnahme zwischen medizinischen Fachkräften und Patienten

Dies ist wahrscheinlich das Erste, was uns einfällt, wenn wir über die Branche der Medizintechnik in Europa nachdenken: die Websites zur Kontaktaufnahme zwischen Medizinern und Patienten. Und der unbestreitbare Erfolg von Doctolib (insbesondere) beweist es: der Bedarf ist wirklich vorhanden!

Doctolib im Vergleich zu MonDocteur

Fast zeitgleich auf dem Markt der Online-Terminvergabe gestartet, erzielten Doctolib und MonDocteur ein gutes Wachstum und liefern sich seit 2013 auf dem französischen Markt einen echten Kampf. Ersterer scheint die Konkurrenz hinter sich zu lassen (zu der auch KelDoc, Allodoctors, clicrdv oder rdvmedicaux gehören).

Auch international schneidet Doctolib besser ab als die Konkurrenz: Das Start-up hat im vergangenen November 35 Millionen Euro aufgestockt, um insbesondere die Entwicklung in Deutschland zu beschleunigen – ein Markt, auf dem es den lokalen Unternehmen Doctena oder Arzttermine gegenüberstehen wird.

Beträchtliche Vorteile für beide Parteien

Diese Plattformen sind dank eines Abonnements für praktizierende Ärzte ohne Kosten für die Patienten. Sie reduzieren Wartezeiten und erleichtern gleichzeitig die Terminvereinbarung für den Patienten, außerdem „retten“ sie auch abgesagte Konsultationen, indem sie die Verfügbarkeit von Ärzten in Echtzeit anzeigen.

Ein Vorteil, der auch von einem anderen Wettbewerber hervorgehoben wird: Instacare. Mit Instacare, das nur als mobile Anwendung verfügbar ist, können Ärzte abgesagte Termine ersetzen, indem sie den Patienten Termine bei zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbaren Ärzten anbieten.

Medadom bietet einen etwas anderen Service an: Durch die Angabe der Symptome und der Adresse ermöglicht es die Plattform Einzelpersonen, einen Arzt zu finden, der zu ihnen nach Hause kommt.

2. Künstliche Intelligenz zur Verbesserung des medizinischen Diagnoseprozesses

Hier einer der Aspekte der Gesundheit, der in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich durch die Arbeit künstlicher Intelligenz  komplett umgekrempelt wird: die medizinische Diagnose und vor allem die Radiologie.

Große Konzerne und Start-ups auf dem Kriegspfad

Durch Machine Learning ist in der Medizin angewandte künstliche Intelligenz in der Lage, Millionen von Daten in Rekordzeit zu analysieren, zu vergleichen, Symptome zu erkennen und eine zuverlässigere Vordiagnose als ein Arzt zu liefern.

Beispielsweise wird die Funktion von Watson, der künstlichen Intelligenz des Riesen IBM bereits seit 2012 von mehreren medizinischen Zentren genutzt. Andere Riesen wie Google, Toshiba, Philips, Siemens oder auch Microsoft arbeiten am gleichen Thema.

Auch die Start-ups der Medizintechnik / Biotechnik beginnen sich für diese Branche zu interessieren. Dies gilt vor allem für BrainWaveBank, ein nordirisches Start-up, das die Diagnose und die Behandlung in der kognitiven Gesundheit zu einem Spiel machen möchte. Ausgestattet mit einem Helm spielt der Patient eine Reihe von Handyspielen, dabei werden seine Daten werden in Echtzeit gemessen. Durch Machine Learning kann schrittweise eine hochdetailliertes Dossier der kognitiven Gesundheit einer Person erstellt werden.

Eine solide Grundlage, um die Wahrscheinlichkeit medizinischer Diagnosen zu erhöhen.

In einem anderen Bereich können Personen mit Herzkrankheiten mit Hilfe von Personal MedSystems (besser bekannt unter dem Namen seiner Technologie CardioSecur) ihre Herzaktivität und Symptome in Echtzeit überwachen, um so Herzattacken oder Komplikationen zu verhindern. Die mit diesem tragbaren Elektrokardiogramm verbundene App gibt den Patienten außerdem Ratschläge zur „Vorgehensweise“ und kann auch mit dem angegebenen Arzt Daten gemeinsam nutzen, damit dieser schnell handeln kann.

3. Bionischer Mensch und Behandlung von (noch) unheilbaren Krankheiten

Die Medizin steht derzeit vor mehreren Herausforderungen: Organknappheit, erfolglose Erforschung von seltenen oder unheilbaren Krankheiten … Diese Herausforderungen sind für viele Start-ups in der Medizintechnik ein interessantes Forschungsfeld.

OWKIN: künstliche Intelligenz, um neue Behandlungen zu finden

Big Data und künstliche Intelligenz: Mit diesem erfolgreichen Duo kann das französische Start-up Owkin bestehende Behandlungen verbessern und sogar neue Medikamente entdecken. Auch hier ermöglichen Machine-Learning-Technologien die Analyse klinischer Daten und medizinischer Bildgebungsbibliotheken, um die Ursachen von Krankheiten herauszufinden.

Poietis: bald künstliche Organe?

Poietis ist auf das Laserdrucken von lebendem Gewebe spezialisiert. Konkret bedeutet dies, dass der Organ- und damit auch Transplantationsmangel, der täglich viele Todesfälle verursacht, durch die Schaffung ganzer Organe mithilfe dieser Technologie abgedeckt werden könnte. Die Zukunft war noch nie so nah!

Pharnext: Endlich Schluss mit unheilbaren Krankheiten

Und wenn die Behandlung von noch unheilbaren Krankheiten bereits existieren würde, ohne dass wir es wussten? Pharnext geht von dieser Hypothese aus und schlägt vor, bestehende Medikamente und Behandlungen zu kombinieren. PLEOTHERAPY, die von dem Unternehmen entwickelte Technologie, erkennt mögliche Synergien und Kombinationen mehrerer, bereits bekannter Medikamente, die dazu beitragen sollen, angeblich unheilbare Krankheiten wie ALS oder Alzheimer zu heilen.

4. Nächster Schritt: die Ärzte ersetzen?

Wenn es einen Beruf gibt, den man für unersetzbar halten könnte, so ist es der des Arztes (im weiteren Sinne) und genauer gesagt der des Chirurgen. Doch es gibt immer mehr Technologien, die vorerst Chirurgen vor allem helfen sollen… die allerdings noch weiter gehen könnten und, wer weiß, sie eines Tages ersetzen könnten.

Brigit & Rosa: die OP-Roboter der Medizintechnik

Das Start-up mit dem schlichten Namen MedTech beschäftigt sich mit dem Design, der Entwicklung und der Vermarktung von „Assistenztechnologien für medizinische und chirurgische Eingriffe“. Die lasergesteuerten OP-Roboter Birgit und Rosa spielen eine echte Rolle bei Gehirn- oder Wirbelsäulenoperationen, indem sie den Arm des Neurochirurgen unterstützen. Wenn Mensch und Maschine eins sind …

Surgevry: virtuelle Realität bei der Ausbildung neuer Ärzte

Das Start-up Revinax hat Surgevry, entwickelt, eine Plattform für Chirurgen in der Ausbildung. Surgevry ermöglicht dank der Videoaufnahme einer Operation eine 3D-Wiedergabe aus der Sicht des Chirurgen. Mit einem Oculus Rift Helm kann man die Operation studieren und künftigen Chirurgen die eingesetzten Handgriffe und Techniken beibringen.

Die Auswahl an Start-ups der Medizintechnik, die wir Ihnen vorgestellt haben, repräsentiert nur einen winzigen Teil der vielen Tausend Unternehmen in dieser Branche. Alle Aspekte der Gesundheit im weiteren Sinne sind vertreten und die Besonderheit besteht darin, dass die meisten dieser Unternehmen von einem Mitglied der wissenschaftlichen Körperschaft mitgegründet wurden. Ein Phänomen, das man in keinem anderen technischen Sektor sieht und das sich mit den damit verbundenen Grundfragen erklären lässt: Es ist der einzige Sektor, in dem es wirklich um Leben und Tod geht! Der Arztberuf verändert sich daher in die richtige Richtung und in der Zukunft müssen die Mediziner diese Revolution unterstützen und gestalten, indem sie sich in den Werkzeugen der künstlichen Intelligenz üben… oder, wer weiß, selbst zu Gründern werden.

Für noch mehr Tipps rund um die internationale Expansion besuchen Sie gerne auch unser Ressourcen-Center.
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